werkstatt-galerie
kiasma
mondscheing.8, graz

Ausstellungseröffnung

Freitag 31.März 19 Uhr

Rainer Possert
2015/2016 Auswahl

„Die Fotografie zieht den Dingen ihre Haut ab, und macht sie zu Gespenstern, zu Lichterscheinungen, erst die Bilder von den auf der Strecke gebliebenen Dingen sind Formulierungen eines Einspruchs gegen eine manische Wirklichkeitskonstruktion und gleichzeitig Reflexion auf das Medium selbst, auf seine melancholische Struktur. Der doppelte Verlust - des Vergangene und der Dinglichkeit der den Bildern eingeschrieben ist, verdichtet sich allegorisch in den vergehenden Bildobjekten“ (Gunnar Schmidt)

Werkstatt-Galerie Kiasma
8010 Mondscheingasse 8

Öffnungszeiten:
31.März bis 10.April 2017
nach tel.Vereinbarung:
+43 664 25 10 820
rainer.possert@hotmail.com

www.kiasma.at
www.rainerpossert.at

Den Namen meiner Grazer Werkstatt-Galerie leite ich vom altgriechischem chiasma ab, was soviel wie Kreuzung bedeutet. Der medizinische Begriff chiasma optikum beschreibt die neuronale Verschaltung des Sehen: Von der Netzhaut („Sensor“) des Auges kommend, werden die Bilder als Nervenimpulse seitenverkehrt und auf den Kopf gestellt, über das Chiasma optikum überkreuzt, in die Sehrinde weitergeleitet und gelangen, nachdem unbewusste Prozesse Interpretationen aller Art vorgenommen haben, ins Bewusstsein, d.h. sie werden „gesehen“.

Damit beschreibt dieses physiologische Geschehen die Entstehung eines Bildes als durchaus subjektiven, individuellen Vorgang und erklärt sehr einfach individuellen „Geschmack“, „Ästhetik“ bzw.persönliche „Interpretation“.

Rainer Possert